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Zum Gruseln (weil ja noch Haloween ist)

In der Stadtbibliothek ist mir zufällig die ÖKOTEST Ausgabe #4 vom April diesen Jahres in die Hände gefallen. Diese Ausgabe ist im Hinblick auf tierische Produkte und mehr sehr empfehlenswert und hat auch den passenden Gruselfaktor für eine Haloween Lektüre.

Der Aufmacher sind Bericht und Testreihe Milchprodukte – welche von unglücklichen Kühen sind. Vor allem folgender Satz hat mich beeindruckt: „… die Verbindung zwischen schöner Verpackung und den wirklichen Bedingungen der Tiere ist so nicht gewollt“. Aha, ein Versehen also dass uns da eine weidende Kuh auf der Verpackung entgegenlächelt.
Die wenigsten Kühe haben jemals einen Grashalm in echt, geschweige denn eine Weide gesehen. Dies lässt sich netterweise hinterher in der Milch nachweisen. Die Milch ohne Gras ist natürlich auch nicht so gesund (falls Milch überhaupt gesund ist, worüber ja immer noch gestritten wird). Begriffe wie „Weideglück“ oder „Weidemilch“ sind übrigens keine geschützten Begriffe und werden natürlich entsprechend gern von den Herstellern verwendet.

Im Artikel „Das Tier als Werkstück“ werden durch alle Tierarten hindurch recht knapp und anschaulich deren Produktionsbedingungen (so muss man’s leider nennen) dargestellt. Interessant finde ich die Ausführungen darüber, dass seit einigen Jahrzehnten die Nutztierzucht dermaßen falsch läuft, dass mittlerweile die Genetik dem natürlichen Verhalten widerspricht. Dies lässt sich dummerweise nicht so einfach wieder umkehren, da es – beispielsweise bei Hühnern – garkeine ursprünglichen Zuchtlinien und Gene mehr gibt.

Umso besser, wenn man als Konsument noch die kleinen Betriebe unterstützen kann.

Die Artikel aus der ÖKOTEST kann man sich kostenpflichtig runterladen oder sich zB. in der Würzburger Stadtbücherei auch die Ausgabe einfach ausleihen oder reingehen und dort lesen.

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